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Der Vater Ludwigs XIV. – Ludwig XIII.

Ludwig XIII. regierte Frankreich von 1610 bis zu seinem Tod im Jahr 1643. Er war der Vater des berühmten Sonnenkönigs Ludwig XIV. (1638-1715).

Die ersten Jahre Ludwigs XIII.

Das Licht der Welt erblickte Ludwig XIII. am 27. September 1601 in der Stadt Fontainebleau. Sein Vater war König Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610). Bei seiner Mutter handelte es sich um Heinrichs zweite Ehefrau Maria de Medici (1575-1642). Ludwigs Erziehung verlief streng und wurde von Schlägen geprägt.

Bereits im Alter von neun Jahren musste der junge Ludwig den Thron Frankreichs besteigen, weil sein Vater, den er vergötterte, 1610 ermordet wurde. Die Macht im Land wurde jedoch von Maria de Medici als Regentin ausgeübt. Als Ludwig 16 Jahre alt wurde, verbannte er seine Mutter nach Blois und ließ deren Günstling, den Italiener Concino Concini, ermorden.

1624 kam es aber zur Versöhnung mit Maria de Medici, was zum Aufstieg ihres Beraters, des Kardinals Richelieu (1585-1642), führte. Obwohl Richelieu massiv angefeindet wurde, hielt Ludwig XIII. bis zu seinem Tod an ihm fest.

Aufstieg Richelieus

Kardinal Richelieu betrieb als Minister einen nationalen politischen Kurs und machte sich damit einige außen- und innenpolitische Feinde, wie die Habsburger, die Hugenotten und die Granden.

Durch die Eroberung La Rochelles 1628 konnte die Macht der Hugenotten gebrochen werden.

Schließlich kam es auch zum Konflikt mit Ludwigs Mutter Maria, die die Entlassung des Ministers verlangte. Ludwig versuchte verzweifelt zwischen seiner Mutter und Richelieu zu vermitteln, entschied sich jedoch schließlich gegen sie und verbannte sie 1631 lebenslänglich.

Triumph der Dynastie

Durch Kardinal Richelieus Wirken konnte Ludwig XIII. seine Macht ausbauen und über deutschen Kaiser und spanischen König triumphieren.

Dabei litt der religiöse Monarch, der sich wünschte, als Ludwig der Gerechte in die Geschichte eingehen zu können, jedoch unter schweren Gewissensqualen. So musste er auch das Blut seiner adligen Verwandten vergießen und zahlreiche Hinrichtungen vornehmen lassen.

Ludwigs XIII. familiäre Beziehungen

Am 21. November 1621 heiratete Ludwig XIII. Anna von Österreich (1601-1666), die Tochter des spanischen Königs Philipp III. Diese Verbindung war von Ludwigs Mutter Maria arrangiert worden. Da die beiden Eheleute jedoch vollkommen gegensätzliche Charaktere waren, verlief die Ehe unglücklich.

In den folgenden Jahren erlitt Anna drei Fehlgeburten. Weil Ludwig sich danach keine Hoffnungen mehr auf einen Thronfolger machte, strafte er seine Frau meist mit Missachtung. Ende 1637 kam es jedoch wieder zu einer Annäherung, sodass Anna am 5. September 1638 einen gesunden Jungen auf die Welt brachte, der später als „Sonnenkönig“ Ludwig XIV. in die Geschichte einging.

Im September 1640 folgte die Geburt des zweiten Sohnes Philipp.

Zunächst freute sich Ludwig XIII. über die lang erwartete Niederkunft des Thronfolgers, reagierte jedoch mit Eifersucht, weil der kleine Ludwig seiner Mutter mehr zugetan war.

Ludwigs Verhältnis zu seinem Sohn Ludwig XIV.

Die Kindheit des kleinen Ludwigs wurde von der unglücklichen Ehe seiner Eltern überschattet. Außerdem vermochte es Ludwig XIII. nicht, eine liebevolle Beziehung zu seinem Sohn aufzubauen. So soll der kleine Dauphin oft laut in Gegenwart seines Vaters geschrien haben. Um seine Erziehung kümmerte sich zunächst Kardinal Richelieu.

Als dieser im Dezember 1642 verstarb, verschlechterte sich auch der Gesundheitszustand von Ludwig XIII. deutlich. Schließlich starb er am 14. Mai 1643 in St.-Germain-en-Laye. Seine Beisetzung fand in der Kathedrale Saint-Denis bei Paris statt.

Für den minderjährigen Ludwig XIV. übten zunächst Königin Anna und Richelieus Nachfolger Kardinal Jules Mazarin (1602-1661) die Regierungsgeschäfte aus.