Kardinal Richelieu
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I. Die frühen Jahre

Der spätere Kardinal Richelieu wurde am 9. September 1585 in Paris als Armand du Plessis de Richelieu geboren. Ursprünglich war er für eine militärische Laufbahn vorgesehen, aber als sein Bruder Alphonse-Louis (1582 – 1653) auf das Amt des Bischofs von Luçon verzichtete, kam Richelieu im Jahr 1607 als „Ersatzkandidat“ zum Zuge. 1614 überzeugte er bei den Generalständen mit seinen rhetorischen Fähigkeiten. 1616 wurde Richelieu von der Regentin Maria von Medici (1575 – 1642) zum Außenminister ernannt. Als Maria jedoch ein Jahr später von ihrem Sohn König Ludwig XIII. (1601 – 1643) gestürzt wurde, war Richelieus Amtszeit schnell vorbei.

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I. Die französische Klassik

Mit dem Start der persönlichen Regentschaft Ludwigs XIV. im Jahr 1661 begann eine Blütezeit der französischen Literatur. Insbesondere in der Zeit zwischen 1661 und 1685 sind einige der wichtigsten Werke in der Geschichte der französischen Literatur entstanden. Daher bezeichnet man diesen Zeitraum auch als Hochklassik. In der Regierungszeit des Sonnenkönigs nahm sowohl die Buchproduktion als auch die Anzahl der Leser deutlich zu. Das französische Theater erlebte mit Autoren wie Pierre Corneille (1606 – 1684), Molière (1622 – 1673) und Jean Racine (1639 – 1699) einen Aufschwung. Antike Stoffe und Motive waren en vogue. Zudem nahmen die Autoren das Verhalten ihrer Mitmenschen unter moralischen Gesichtspunkten unter die Lupe.

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I. Der französische Barock

Während der Regierungszeit Ludwigs XIV. war der Barock der dominierende architektonische Stil. Der französische Barock verstand einen repräsentativen Bau als ein Gesamtkunstwerk. Gebäude und Gartenanlagen bildeten eine Einheit. Eine Schlossanlage aus dieser Zeit wollte mit ihrer gewaltigen Größe und Pracht den Betrachter in ihren Bann ziehen und beeindrucken. Zu den typischen Elementen eines französischen Barockbaus zählen große Rundbogenfenster und Treppenaufgänge sowie Kolonnaden nach römischem Vorbild. Die großzügigen Parkanlagen überwinden das Chaos der Natur durch streng geometrische Landschaften. Und mit Hilfe von Spiegelgalerien werden Lichteffekte hergestellt. Das Schloss in Versailles steht sinnbildlich für die französische Architektur unter Ludwig XIV.

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I. Die Entmachtung des Parlements von Paris

Als Ludwig XIV. (1638 – 1715) im Jahr 1661 die Alleinregierung übernahm, war das Parlement von Paris eine potenzielle Einschränkung der königlichen Macht. Das Einzugsgebiet des Parlements umfasste ein Drittel des gesamten Königreichs. Bis 1673 schaltete Ludwig XIV. das Parlement als Machtfaktor aus. Seit 1665 durfte es nicht mehr über die vom König eingebrachten Gesetze debattieren. Zudem wurde die Abstimmung über die königlichen Gesetzesanträge verboten. Und 1673 verlor das Parlement das Recht, Gegenvorstellungen zu äußern. Zwischen 1673 und 1715 schwieg das einst mächtige Parlement. Ludwig XIV. war der einzige König von Frankreich, dem das gelang.

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1. Die Ausgangslage

Am 14. Mai 1643 starb König Ludwig XIII. von Frankreich (1601 – 1643) während des Französisch-Spanischen Krieges. Die Motive, die diesem Krieg zugrunde lagen – die Rivalität zum Haus Habsburg und die Angst vor einer habsburgischen Umklammerung – sollten auch die Außenpolitik des neuen Königs bestimmen. Zunächst war Ludwig XIV. (1638 – 1715) jedoch noch minderjährig und die außenpolitischen Geschicke Frankreichs wurden von Kardinal Jules Mazarin (1602 – 1661) gelenkt. Dieser suchte nach Wegen, um den Krieg gegen Spanien für Frankreich zu entscheiden.

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I. Einleitung: Der Dreißigjährige Krieg

Als 1648 Kaiser Ferdinand III. (1608 – 1657) mit Frankreich in Münster und mit Schweden in Osnabrück Frieden schloss, lagen 30 lange Jahre des Krieges hinter Europa. Weite Teile des Heiligen Römischen Reiches lagen in Trümmern und mussten einen enormen Bevölkerungsrückgang verkraften.

Alles hatte am 23. Mai 1618 mit dem Prager Fenstersturz angefangen. Was als ein Aufstand der protestantischen Stände in Böhmen begann, entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einem militärischen Konflikt, in den die wichtigsten Mächte der damaligen Zeit verwickelt waren.

Auch Frankreich war ein wichtiger ‚Player‘ im Dreißigjährigen Krieg.

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I. Prolog: Die Hugenotten

Das Edikt von Nantes setzte im Jahr 1598 einen vorläufigen Schlusspunkt unter einen jahrzehntelangen Konflikt zwischen Katholiken und Protestanten in Frankreich.

Die französischen Protestanten waren als „Hugenotten“ bekannt. Der Begriff „Hugenotten“ lässt sich vom französischen Wort für Eidgenossen ableiten (eygenot oder eugenots). Das ist eine Anspielung auf die Stadt Genf in der Schweiz. Von hier aus breitete sich der Calvinismus aus.

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Aufstände und Proteste sind die Konstante in der Geschichte Frankreichs.

Dramatische Ereignisse wie der Sturm auf die Bastille (1789), der Aufstand der Pariser Commune (1871), die Studentenproteste im Mai 1968 oder auch die aktuellen Demonstrationen der „Gilets Jaunes“ haben die gesellschaftliche und politische Entwicklung Frankreichs nachhaltig geprägt.

Vor allem die Französische Revolution von 1789 hat sich in das historische Gedächtnis eingeprägt.

Doch bereits 140 Jahre vor der Französischen Revolution hat ein langjähriger Aufstand Frankreich erschüttert: die Fronde.

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Der Sonnenkönig als Personifizierung des Absolutismus

Wie kein anderer Monarch verkörpert König Ludwig XIV. (1638-1715) die Regierungsform des Absolutismus.

Ob der Sonnenkönig den Ausspruch „L’État c’est moi“ tatsächlich getätigt hat, ist eher zweifelhaft.

Aber in der Tat hat Ludwig XIV. seit der Übernahme der Regierungsgeschäfte im Jahr 1661 bis zu seinem Tod die Richtung der Politik in Frankreich vorgegeben.

Jedes Gesetz ging über den Schreibtisch des Königs. Und Adel, Parlement und die Generalstände büßten an Macht ein.

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Die Wirtschaftspolitik des Merkantilismus gab es in Frankreich bereits seit dem frühen 16. Jahrhundert.

Unter König Ludwig XIV. und seinem Finanzminister Jean-Baptiste Colbert erreichte sie ihren Höhepunkt.

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